Regionale Lieferketten und globale Gerechtigkeit

Regionale Lieferketten und globale Gerechtigkeit

Stephan Pilsinger ist Mediziner, Bundestagsabgeordneter der CSU für München-West und als solcher Mitglied im Gesundheitsausschuss sowie im Ausschuss für Senioren, Frauen und Jugend des Bundestages. Am 19. Februar hatten unsere Münchener Aktiven schon zum dritten Mal in dieser Legislaturperiode Gelegenheit, mit ihm über Klimaschutz zu sprechen.

In der Videokonferenz betonte Pilsinger vor allem die globale Perspektive auf den Klimaschutz, vor allem den Wunsch der sogenannten Entwicklungsländer nach Wohlstand. Diesen zu ermöglichen, ohne dass das Klima noch mehr Schaden nimmt, sieht Pilsinger auch als Deutschlands Pflicht – etwa mithilfe der internationalen Entwicklungszusammenarbeit.

In den letzten Monaten war unser Gesprächspartner vor allem mit der Bekämpfung der Corona-Pandemie befasst. Drei wesentliche Lehren könne man hieraus auch in Bezug auf den Klimaschutz ableiten, so Pilsinger. Erstens: Auf uns kommen globale Probleme zu, die wir im Moment womöglich noch gar nicht auf dem Schirm haben. Zweitens: Wir müssen die Digitalisierung und neue Formen der Mobilität vorantreiben. Drittens gilt es die Regionalität weiter auszubauen und unabhängiger zu werden von internationalen Lieferketten. Auch den Trend zu weniger Geschäftsreisen und mehr Home-Office begrüßt der CSU-Politiker.

Besonders wichtig ist es Pilsinger, Klimaschutz und Soziales zusammenzudenken – auch bei der CO2-Bepreisung. Teurere Flugreisen durch eine Kerosinbesteuerung hält er für eher hinnehmbar als dass dass ärmere Menschen durch den CO2-Preis beim Heizen sparen müssten.  Uns gab dies Gelegenheit, nochmals auf die positiven sozialen Effekte der Klimadividende hinzuweisen, die die Bürgerlobby Klimaschutz seit jeher befürwortet.