„Es ist klar, dass etwas passieren muss“

Zwei Tage, bevor die Große Koalition in Berlin ihr Klimapaket verkündete, waren unsere Aktiven erneut in Mecklenburg-Vorpommern auf Politikerbesuch: In Greifswald trafen sie Philipp Amthor, Mitglied des Innenausschusses und derzeit der zweitjüngste Abgeordnete im Deutschen Bundestag.

Beim Gespräch zeigte Amthor sich gut informiert in Sachen Klimaschutz und interessiert an den Vorstellungen der Bürgerlobby Klimaschutz. Insbesondere das Konzept der Klimadividende, also der pro Kopf Rückverteilung der Einnahmen einer CO2-Abgabe weckte seine Aufmerksamkeit. „Es ist klar, dass etwas passieren muss. Dies kann aber nur im Ausgleich mit sozialen und wirtschaftlichen Interessen erfolgen. Deutschland als Hochtechnologiestandort sollte Vorreiter im Klimaschutz durch technischen Fortschritt und Innovation sein”, so Amthor. “Statt alles zu verbieten, müssen die richtigen Anreize gesetzt werden, die marktwirtschaftliche Mechanismen berücksichtigen und den sozialen und gesellschaftlichen Frieden in Deutschland nicht gefährden.“

In der Diskussion zur konkreten Ausgestaltung einer CO2-Bepreisung und Rückverteilung betonte Amthor, dass insbesondere ländliche Regionen nicht benachteiligt werden dürften. Das von der Bürgerlobby ins Spiel gebrachte „kanadische” Modell, wonach ländliche Regionen von einer erhöhten Klimadividende profitieren, stieß auf seine Zustimmung. Die Bürgerlobby und Philipp Amthor vereinbarten, in Kontakt zu bleiben und den konstruktiven Dialog fortzusetzen.