Die Dinge zu Ende denken

Die Dinge zu Ende denken

Große Runde beim Gespräch mit Sylvia Pantel: Am 22. März trafen Aktiven der Bürgerlobby und des Schwarm for Future die CDU-Abgeordnete und drei ihrer Mitarbeiter via Internetkonferenz.

Die Düsseldorfer CDU-Bundestagsabgeordnete Sylvia Pantel ist Mitglied im Familienausschuss des Bundestags und Sprecherin des „Berliner Kreises“, eines wertkonservativen Netzwerks innerhalb der CDU/CSU. Genau jener Vereinigung also, die in der Vergangenheit bereits mit kritischen Äußerungen zur deutschen Klimapolitik aufgefallen ist. Für Spannung war also gesorgt, als eine Gruppe unserer Aktiven gemeinsam mit VertreterInnen des „Schwarm for Future“ am 22. März 2021 digital mit Sylvia Pantel zusammenkamen.

Auch sie beschäftigte sich mit Klimawandel, eröffnete uns die Abgeordnete gleich zum Einstieg. Und die Äußerungen des Berliner Kreises würden oft falsch interpretiert als Leugnung des Klimawandels oder Einschwenken auf den Kurs von Donald Trump. Sie sehe aber auch die Fehlentwicklungen der Energiewende, so Pantel. Dazu zählt sie zum Beispiel in Deutschland genutzten Wasserstoff, der mit französischem Atomstrom hergestellt wird, und Elektroautos, die mit Kohlestrom aus Polen fahren. Außerdem müsse man bei allen Technologien die Wertschöpfungskette im Auge behalten – also etwa ob für die Elektromobilität Rohstoffe verwendet würden, die mit Kinderarbeit gewonnen werden. Auch den hohen Wasserverbrauch bei der Lithiumgewinnung für Batterien sieht Pantel kritisch.

Angesichts all dieser Kritikpunkte stellt sich natürlich die Frage nach Lösungen. Eine davon sieht Sylvia Pantel im Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur. Diese könne angesichts der Verzögerungen, die sich beim Ausbau der Stromnetze einstellten, eine wichtige Alternative sein. Um den Netzausbau voranzubringen, schlug die CDU-Abgeordnete vor, die Stromtrassen vor allem entlang bestehender Verkehrswege wie der Autobahnen zu konzentrieren.

Fazit: Ein Treffen, das allen Beteiligten viel Diskussionsstoff geliefert hat. Es wird lohnend zu sein, die Diskussion bei einem zweiten Gespräch mit Sylvia Pantel fortzusetzen.