Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft nutzen

Bei der Bewältigung der Corona-Krise müssen auch Aspekte wie Klimaschutz und Bildung berücksichtigt werden – darüber herrschte beim Zoom-Gespräch unserer Aktiven mit Katja Suding (FDP) am 28. April Einigkeit. Vor allem gilt das für die Hilfsprogramme, die Bund und Länder derzeit auf den Weg bringen. „Die Corona-Krise ist Chance und Risiko zugleich”, so Marlon Nuske von der Hamburger Regionalgruppe der Bürgerlobby. “Wenn wir die Gelder jetzt nachhaltig investieren, kann das ein großer Schritt für den Klimaschutz sein. Wenn wir das aber nicht tun, werden den verschuldeten Staaten anschließend die Mittel für Klimaschutz fehlen.”

Ein weiteres Gesprächsthema waren die Klimaschutzpläne der EU. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass die EU aktuell eine wichtige Rolle im Klimaschutz spielt und dass Deutschland seine bevorstehende EU-Ratspräsidentschaft nutzen sollte, um diese Rolle auszubauen. Ein wichtiger Schritt dabei ist auch die Ausweitung des europäischen Emissionsrechtehandels. Die Bürgerlobby Klimaschutz setzt sich überdies dafür ein, dass die EU ihre Emissionen bis 2030 um mindestens 55% gegenüber 1990 senkt. Das derzeitige Ziel von 40% ist schlichtweg nicht ausreichend, wenn wir 2050 treibhausgasneutral sein wollen.