Corona-Hilfen als Chance für den Klimaschutz

Am 27.04.2020 haben sich drei Mitglieder der Hamburger Regionalgruppe mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Rüdiger Kruse getroffen. Wie schon das Gespräch mit Margarete Bause vor einigen Tagen fand auch dieses per Videokonferenz statt –  eine Methode, die in Corona-Zeiten immer mehr zur Regel wird. Der pandemiebedingte Shutdown und die Folgen standen auch im Mittelpunkt des Hamburger Treffens. Die Bürgerlobbyisten waren sich mit Rüdiger Kruse einig, dass bei zukünftigen Investitionen Nachhaltigkeit und Klimaschutz zentrale Kriterien sein müssen. EU, Bund und Länder werden in den kommenden Jahren Milliarden investieren, um die Wirtschaft nach dem Corona-Shutdown wieder zu stärken. Diese Gelder sollten unbedingt an Klimaschutz- und Nachhaltigkeitskriterien geknüpft werden. Denn die Investitionen, die heute – etwa bei Infrastrukturmaßnahmen – getätigt werden, setzen den Standard für die nächsten 20-30 Jahre. Die Klimaneutralität bis 2050 kann also nur gelingen, wenn wir bei den heutigen Investitionen schon die richtigen Weichen stellen.

Neben klimafreundlichen Investitionen kam das Gespräch auch auf das Vorhaben der EU-Kommission, das europäische Emissionsziel 2030 anzuheben. Diesen Schritt unterstützt die Bürgerlobby Klimaschutz seit Jahren und fordert eine mindestens 55%-ige Verringerung der Treibhausgasemissionen gegenüber 1990. Bislang gilt in Europa nur das Ziel “minus 40%”. Mit Deutschlands EU-Ratspräsidentschaft ab Juli 2020 sieht die Bürgerlobby ein besonders Möglichkeitsfenster, um die Forderung der van-der-Leyen-Kommission umzusetzen. “Wenn Deutschland sich jetzt klar für eine Reduktion um mindestens 55% ausspricht, dann stehen die Chancen gut für eine Umsetzung auf europäischer Ebene”, so Marlon Nuske von der Bürgerlobby Klimaschutz.