Bundesweiter Klimalobby-Workshop im Internet

Alljährlich im Mai oder Juni trifft sich die Bürgerlobby zum Jahrestreffen ihrer Aktiven in Berlin. So war es seit 2015 stets Usus – doch in diesem Jahr machte uns die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung. Aber der Klimaschutz macht keine Pause, und so wurde die gesamte Veranstaltung kurzerhand ins Internet verlegt.

Rund 35 Aktive von Rostock bis Innsbruck fanden sich am 10. Mai per Videokonferenz zusammen, um über die aktuelle Lage in der deutschen Klimapolitik zu diskutieren und sich für die anstehenden Abgeordnetengespräche am 11. und 12. Mai „fit“ zu machen. In seiner Begrüßungsrede verwies unser Vereinsvorsitzender Martin Delker auf unsere Erfolge aus dem vergangenen Jahr und erinnerte an unseren Aktiven Robert Dickler, der im vergangenen Jahr für uns alle unerwartet verstorben ist.

Nils Petermann und Jakob Schoof gaben in ihrem Einstiegsreferat einen Überblick über unsere politischen Kernforderungen und gingen der Frage nach, wie diese im Licht der politischen „Großwetterlage“ in Corona-Zeiten zu sehen sind. Im Anschluss skizzierte Annette Schulze einige „Do’s“ und „Dont’s“ der Klimakommunikation während der Corona-Krise. Merke: Nicht nur auf den Inhalt der Botschaft kommt es an, sondern auch auf seine Verbalisierung, oder neudeutsch: das Framing. Doch bei unseren Gesprächen in den vergangenen Jahren ist uns immer wieder bewusst geworden, wie viele Wissenslücken in der Öffentlichkeit und auch unter Abgeordneten zu den Grundlagen des Klimawandels noch bestehen. Diese vermittelte uns vor der Mittagspause Steffen Röthel in seinem ebenso spannenden wie fundierten Vortrag.

Aufgelockert wurden die Workshop-Einheiten immer wieder durch Diskussionsrunden und Gesprächsübungen in Kleingruppen. Als überaus hilfreiches und beliebtes Mittel erwies sich dabei die Möglichkeit, in der Videokonferenz sogenannte „Breakout-Rooms“ für Gruppen beliebiger Größe einzurichten. Auch im Chat der Videokonferenz entstanden teils angeregte Diskussionen und ein intensiver Informationsaustausch zwischen den Teilnehmer*innen.

Die Nachmittags-Session stand dann ganz im Zeichen der konkreten Gesprächsvorbereitung. Vorgestellt wurden Hinweise zur digitalen Gesprächsführung per Videokonferenz, zur Rollenverteilung im Gespräch, aber auch zu den „weichen“ Faktoren der Gesprächsführung. Zwei erneute Runden mit Gesprächsübungen in Kleingruppen rundeten den langen, aber inhaltsreichen Workshoptag ab.

Wir hoffen, dass alle Beteiligten Spaß an unserem ersten Digitalworkshop hatten und wünschen Euch allen viel Erfolg bei den Abgeordnetengesprächen in den kommenden Tagen und Wochen!